Schlafstörungen
24 Juni, 2024 durch
Schlafstörungen
MARINOKO.ORG

Tagsüber erschöpft und müde, nachts zu angespannt, um zur Ruhe zur kommen – so ergeht es Millionen Menschen in Europa. Die Gründe dafür sind verschieden. Finden die Betroffenen keinen Ausweg und hält diese Situation dauerhaft an, kann dies gesundheitliche Folgen haben. Doch viele scheuen sich, einen Arzt aufzusuchen, und suchen zunächst Rat in der Apotheke.

Wolfsstunde: Wieso wir nachts aufwachen

Viele Menschen wachen immer wieder zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr morgens auf. Mediziner nennen das die „Wolfsstunde“ und das Aufwachen hat einen Grund.

Etwa 25 Prozent der Schweizer leiden irgendwann in ihrem Leben unter Schlafstörungen. Die einen schlafen schlecht ein, andere wachen nachts häufig auf und finden dann nicht wieder zurück in den Schlaf. Die Ausprägungen von Schlafproblemen sind vielfältig. Es gibt aber Phänomene, die Schlafmediziner häufiger beobachten als andere, unter anderem die sogenannte „Wolfsstunde“.

Aufwachen zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr morgens 
Dahinter, dass manche Menschen in der Nacht zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr aufwachen, verbirgt sich ein medizinisches Phänomen. Das Aufwachen in dieser Zeit hängt mit dem Hormonspiegel zusammen, genauer gesagt mit dem Zusammenspiel aus Melatonin, Serotonin und Cortisol.

Gut zu wissen: So funktioniert unser Schlaf
Der Schlaf ist ein komplexer physiologischer Prozess, der aus verschiedenen Schlafzyklen besteht, darunter der Non-REM-Schlaf und der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement). Diese Zyklen werden mehrmals während der Nacht wiederholt, wobei verschiedene Hormone und neuronale Schaltkreise interagieren, um den Schlaf-Wach-Rhythmus zu steuern. Hier sind einige der wichtigsten hormonellen Aspekte des Schlafes:

Melatonin ist ein Schlafhormon, das von der Zirbeldrüse im Gehirn produziert wird. Die Melatonin Produktion wird normalerweise am Abend und in der Nacht erhöht, um den Körper auf den Schlaf vorzubereiten. Dieser Anstieg des Melatonin Spiegels hilft, die Schlaf-Wach-Regulation zu steuern und den Schlaf zu fördern.
Adenosin ist eine Substanz, die sich im Gehirn ansammelt, während wir wach sind, und die Schläfrigkeit fördert. Je länger wir wach sind, desto mehr Adenosin baut sich auf, was schliesslich dazu führt, dass wir müde werden. Wenn wir schlafen, sinkt der Adenosin Spiegel im Gehirn, was zu einem erholsamen Schlaf führt.

Cortisol ist ein Stresshormon, das von den Nebennieren produziert wird. Normalerweise sollte der Cortisolspiegel am Abend und in der Nacht abnehmen, um den Schlaf zu fördern. Bei Menschen mit Schlafstörungen kann jedoch ein gestörter Cortisol Rhythmus zu Schlafproblemen führen.

Das Wachstumshormon Somatotropin wird hauptsächlich während des Tiefschlafs (REM-Schlaf) ausgeschüttet. Es spielt eine Rolle bei der Reparatur und dem Wachstum von Gewebe und Zellen im Körper.

Serotonin ist ein Neurotransmitter, der an der Regulation von Stimmung und Schlaf beteiligt ist. Ein Ungleichgewicht dieses Neurotransmitters kann Schlafprobleme verursachen.

Gegen 03:00 Uhr morgens ist die Körpertemperatur im Schlaf deutlich heruntergefahren und der Melatonin-Spiegel hoch. Gleichzeitig sind der Cortisol- und der Serotonin-Spiegel niedrig. 

Durch diese Konstellation fehlt die Anti-Stress-Wirkung des Cortisols und der stimmungsaufhellende Effekt des Serotonins. Gepaart mit der sehr grossen Melatonin-Aktivität gerät so die für guten Schlaf benötigte Hormonbalance durcheinander – und man wacht leichter auf.
Schlafforscher nennen diese Stunde zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr nachts „Wolfsstunde“ oder auch „Stunde des Wolfes“. Diese Bezeichnung stammt vermutlich aus dem Altertum und soll die Zeitspanne in der tiefsten Nacht bezeichnen, in der ausser den nachtaktiven Wölfen niemand wach ist.

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Was hilft bei Erschöpfung, Unruhe und Schlafstörungen?
Tagsüber erschöpft und müde, nachts zu angespannt, um zur Ruhe zur kommen – die Gründe dafür sind verschieden. 
Was kann MARINOKO betroffenen Kunden bei Unruhe und Erschöpfung empfehlen?

In nahezu allen Lebensbereichen fühlen sich Menschen heutzutage gestresst: auf dem Weg zur Arbeit, am Arbeitsplatz selbst, beim Einkaufen, beim Erledigen der Hausarbeit und der Versorgung der Kinder. Gerade der Terminkalender vieler berufstätiger Frauen ist übervoll. 
Momente der Anspannung reihen sich aneinander, ohne dass zwischendurch Raum wäre, die Akkus wieder aufzuladen. Schnell macht sich dann ein Gefühl der Überforderung, der inneren Unruhe und Erschöpfung breit. 

Eine der möglichen Folgen sind Schlafstörungen. Um aus einer solchen Situation wieder herauszukommen, helfen neben medikamentösen vor allem nicht medikamentöse Massnahmen, z. B. autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga oder Meditation. Auch die Umstellung der Ernährung, das Einführen entspannender Rituale und das Festlegen der eigenen Prioritäten und Ziele kann helfen, dem Stress zu entfliehen.
Unterstützend können in der Selbstmedikation pflanzliche Arzneimittel empfohlen werden. Zu den wichtigsten Arzneipflanzen, die zur Beruhigung bei Unruhe und Schlafstörungen eingesetzt werden, gehören Baldrian, Hopfen, Melisse, Lavendel und Passionsblume.

green flower buds in tilt shift lens

Diese Arzneipflanzen wirken schlaffördernd und beruhigend
Eine beliebte Heilpflanze bei Einschlafstörungen ist Baldrian (Valeriana officinalis). Er ist in Form von Tabletten und Tinkturen, auch in Kombination mit weiteren Pflanzenextrakten, erhältlich. Seine Wirksamkeit wird durch umfangreiche wissenschaftliche Daten bestätigt und gilt in Hinblick auf eine verkürzte Einschlafzeit und eine verbesserte Schlafqualität als gesichert. Für Baldrianextrakt wurde eine erhöhte Ausschüttung und geringere Wiederaufnahme von GABA nachgewiesen. Zu den interessantesten Inhaltsstoffen des Baldrians gehören neben dem ätherischen Öl die Valepotriate und Lignane.
Pflanzliche Sedativa auf der Basis von Baldrian (z. B. Baldriparan® Stark für die Nacht und Euvegal® Balance) sollten, wie die meisten Arzneimittel gegen Schlafstörungen, etwa eine halbe bis eine Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen werden. In Kombination mit Hopfen und Melisse ist Baldrian als Sedacur® forte apothekenexklusiv im Handel. Eine Kombination mit Melisse und Passionsblume findet man in dem Präparat Phytonoctu®.

Der Hopfen (Humulus lupulus) stammt ursprünglich aus Osteuropa, ist aber zwischenzeitlich in ganz Europa beheimatet. Er wird zur Behandlung von Einschlafstörungen sowie zur Entspannung eingesetzt und ist vor allem in Kombination mit weiteren Pflanzenextrakten erhältlich, z. B. in Sedacur® forte (mit Baldrian und Melisse), Alluna® (mit Baldrian) und Baldriparan® zur Beruhigung (mit Baldrian und Melisse). Hopfen enthält unter anderem Humulon, eine α-Bittersäure, und Lupulon, eine β-Bittersäure. Weitere Inhaltsstoffe sind ätherisches Öl und Flavonoide.

Melisse und Passionsblume bei innerer Unruhe
Die Melisse oder auch Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ist oft ein ergänzender Bestandteil in pflanzlichen Kombinationspräparaten zur Beruhigung, z. B. in Sedacur® forte (mit Baldrian und Hopfen), Euvegal® 320/160 (mit Baldrian) und Vivinox® Nervenruhe. Die Pflanze ist reich an ätherischem Öl, die Blätter enthalten zudem auch Gerbstoffe, Flavonoide und Phenolcarbonsäuren.  
Die Passionsblume (Passiflora incarnata), eine ursprünglich aus Südamerika stammende Pflanzenart, ist reich an Flavonoiden. Ihre beruhigende und angstlösende Wirkung ist gut belegt. Arzneimittel, welche ausschliesslich Passionsblumenkraut enthalten, sind beispielsweise Lioran® und PassioBalance®. Als Kombination ist es z. B. in Kytta-Sedativum® Dragees (mit Baldrian und Hopfen) enthalten.

Lavendel hilft bei Unruhe mit ängstlicher Verstimmung
Lavendel (Lavandula angustifolia) wird häufig dann eingesetzt, wenn die Unruhezustände auf ängstliche Verstimmungen zurückzuführen sind. Arzneilich genutzt wird das Lavendelöl, entweder als Einreibung, Badezusatz oder für die innerliche Anwendung. 
Zur Einnahme ist Lavendelöl z. B. in Lasea® enthalten. Die Weichkapseln, die unzerkaut und mit reichlich kalter Flüssigkeit eingenommen werden sollten, sind für Personen über 18 Jahre geeignet. Lavendelölpräparate sind im Allgemeinen gut verträglich, bekannte Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden. 
Darüber hinaus sind keine relevanten Wechselwirkungen bekannt, lediglich von einer Kombination mit Benzodiazepinen wird abgeraten. Bis zum vollständigen Wirkeintritt kann es einige Tage dauern.

closeup photo of red pepper and herbs

Bei depressiven Verstimmungen: Johanniskraut
Häufig tritt innere Unruhe auch in Kombination mit depressiven Begleitsymptomen auf. Dann sollte die pharmazeutische Beratung besonders sorgfältig erfolgen. Zwar ist mit dem Johanniskraut (Hypericum perforatum) ein wirksames und gut untersuchtes pflanzliches Arzneimittel verfügbar. Allerdings ist nur bei leichten depressiven Verstimmungen eine Selbstmedikation sinnvoll, bei mittelschweren bis schweren Verläufen sollte die Betreuung auf jeden Fall durch einen Arzt erfolgen.
Bei der Abgabe johanniskrauthaltiger Präparate sollte auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln hingewiesen werden, dazu zählen beispielsweise das Immunsuppressivum Ciclosporin, der Proteaseinhibitor Indinavir und das Antidepressivum Amitriptylin sowie Gerinnungshemmer vom Coumarin-Typ und orale Kontrazeptiva.
Johanniskraut ist in einer Reihe von Monopräparaten (z. B. Laif® 900 Balance, Jarsin®) sowie in Kombinationspräparaten (z. B. in Sedariston® Konzentrat Kapseln in Kombination mit einem Baldrianextrakt, in Neuropas® Balance zusammen mit Baldrian und Passionsblume) enthalten. Bis zur vollen Entfaltung der antidepressiven Wirkung kann es zwei bis drei Wochen dauern.



Rosenwurz: stärkende und kräftigende Heilpflanzen
Rosenwurz (Rhodiola rosea) gehört zu den sogenannten adaptogenen Pflanzen und soll den Organismus besser an Stresssituationen anpassen. Es wird diskutiert, dass die verschiedenen Inhaltsstoffe der Rosenwurz den Stoffwechsel verschiedener Neurotransmitter beeinflussen und somit vor allem die geistige Leistungsfähigkeit in anspruchsvollen, stressbelasteten Situationen verbessern. Zusätzlich gibt es Hinweise, dass auch die körperliche Belastbarkeit gestärkt wird. 
Die Pflanze stammt aus Skandinavien sowie aus den Hochgebirgen Asiens. Der deutsche Name verweist auf den Rosenduft, welchen das angeschnittene Rhizom verströmt. In Russland und Skandinavien wird die Rosenwurz traditionell als Arzneipflanze genutzt.
In der Apotheke ist z. B. das Arzneimittel Vitango® mit dem Rosenwurz-Spezialextrakt WS® 1375 erhältlich. Darüber hinaus gibt es verschiedene Kombinationspräparate wie Vigodana® (Extrakt aus Rosenwurz, Magnesium, Vitamin E, B6, B12, D3 und Folsäure) oder my Bellence® Lebenskraft & Nervenstärke (Folsäure, Vitamin B2, B6, B12 und E, Magnesium, Vitamin D3 und Rosavine aus Rhodiola rosea).



Homöopathische und anthroposophische Mittel bei Erschöpfung
Ein klassisches „Nervenmittel“ der Homöopathie ist Kalium phosphoricum, das bei geistiger Erschöpfung und Überanstrengung bis hin zu depressiven Verstimmungen empfohlen werden kann. 

Wenn Müdigkeit und Konzentrationsschwäche im Vordergrund stehen, ist Acidum phosphoricum das Mittel der Wahl. Und ist der Erschöpfungszustand eher auf eine Depression bzw. depressive Verstimmung zurückzuführen, eignet sich Ignatia als „Kummermittel“. 

Neben den Einzelmitteln stehen in der Apotheke auch verschiedene Komplexhomöopathika zur Auswahl, z. B. Neurexan® (Heel), das bei nervösen Unruhezuständen mit Schlafstörungen empfohlen werden kann. 

Werden die nervösen Beschwerden von Erschöpfung und Leistungsminderung begleitet, bietet sich mit Manuia® (DHU) eine Alternative. Stehen Einschlafstörungen oder das sogenannte Restless-Legs-Syndrom im Vordergrund, eignet sich zum Beispiel Sedakatt® (Kattwiga). 

Weitere komplexhomöopathische Präparate, welche Ihnen bei nervösen Störungen in der Beratung zur Verfügung stehen, sind beispielsweise dysto-loges® S, Calmvalera Hevert®, Zincum Hevert® N und Nervoregin® H.

Auch die anthroposophische Medizin hält bei Erschöpfungserscheinungen wie Nervosität, Müdigkeit, Teilnahms- und Antriebslosigkeit einige Mittel bereit. Das in Neurodoron® (Weleda) enthaltene Gold soll beispielsweise Unstimmigkeiten ausgleichen und Teilnahms- und Antriebslosigkeit entgegenwirken. Neurodoron® enthält zudem Kalium phosphoricum, das integrierend wirkt, und Ferrum-Quarz, das das harmonische Zusammenspiel von Nerven-Sinnes-, Rhythmischem und Stoffwechselsystem reguliert. 
Klagt der Patient eher über Nervosität mit Einschlafstörungen, können Avena sativa comp (Weleda) oder Passiflora comp (Wala) helfen.



Wie Energieheilung bei Schlafproblemen helfen kann
Körpercode für Schlafprobleme:
MARINOKO verwendet den Body Code zur Behandlung von Schlafproblemen.
Wir fragen zunächst einfach, ob damit verbundene Ungleichgewichte im Zusammenhang mit dem Schlaf bestehen. Dies kann ein Ausgangspunkt für die Erkundung tiefergehender Arbeiten sein.
Hast Du Fragen zu diesem Thema oder anderen Aspekten des Emotionscodes und des Körpercodes? Dann wende Dich vertrauensvoll an MARINOKO!

Wir können diese Themen auch via Telefonkonferenz oder Fernbehandlungen angehen.

Anhaltende Schlafprobleme können einen grossen Einfluss auf Deine Gesundheit haben.

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